Spielberichte vom Wochenende

U15 unterliegt Jungadlern erneut

Iserlohn. Nach der deutlichen Niederlage gegen die Jungadler am ersten Oktoberwochenende hatte die U15 am Sonntagmittag die Chance auf Wiedergutmachung. Mit leicht verjüngtem Team reisten die Gäste aus Mannheim an, doch das sollte dem durchweg spannenden Spielverlauf nichts abtun. 

Das Spiel startete für unsere Young Roosters, die bereits in der zweiten Minute unglücklich in Rückstand gerieten, denkbar schlecht. Beflügelt von diesem frühen Erfolg erhöhten die Mannheimer in der Folge den Druck. Die Sauerländer setzten zwar mit einigen Kontern Akzente, kamen allerdings nicht so recht in Tritt und ließen ihre hochwertigen Chancen zunächst noch unverwertet. Doch in der 16.Spielminute brachte der 1:1-Ausgleich den nötigen Aufschwung, um besser ins Spiel zu finden.

Im zweiten Spielabschnitt zeigte sich die Iserlohner Mannschaft dann in wesentlich besserer Form, das Spiel war über weite Strecken sehr ausgeglichen und beide Mannschaften hatten die Möglichkeit in Führung zu gehen. Diesmal waren es die Roosters, die zuerst Jubeln konnten und so ging es mit einer 2:1-Führung in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt hatten die Gastgeber „mehrfach die Möglichkeit das Ergebnis in die Höhe zu schrauben“, so Trainer Sebastain Jones, ließen ihre Chancen aber ungenutzt und „das hat sich dann am Ende gerächt.“ Gut zehn Minuten vor dem Ende dann der Bruch: Erst rettete zwei Mal das Gestänge, dann überstand man mit großem Kampf erneut eine Unterzahl bevor es sechs Sekunden nach Ablauf dann letztlich doch zum Ausgleich kam. Eine Auszeit danach wussten die Jungadler konsequenter zu nutzen und erzielten so kurz vor dem Ende den Siegtreffer.

Die Statistik zum Spiel


U20 punktet gegen Schwenningen

Iserlohn. Nach vier Niederlagen in Folge gewannen die Young Roosters in der DNL U20 Division 2 ihr einziges Spiel am Wochenende gegen den Schwenninger ERC in der Verlängerung. Das Team von Trainer Artur Grass rangiert als Fünfter mit sieben Zähler Rückstand auf den Vierten Rosenheim, die überraschend gegen Dresden gewannen. Am kommenden Wochenende geht es zum Schlusslicht nach Füssen.

Es roch schon fast schon nach einem Penaltyschießen als Jelle Julien knapp zwei Minuten vor Ende der Verlängerung das Siegtor erzielte, dass dem IEC den wichtigen Extrapunkt in einer engen Partie sicherte. Der Jubel kannte daher keine Grenzen, das gesamte Team stürzte sich auf den Torschützen.  „Die Jungs haben sich gefreut, als wenn sie die Meisterschaft gewonnen haben“, spürte man auch den Stolz, der bei Artur Grass’ Stimme mitschwang. Die ganze Woche hatte sich der Coach mit der Mannschaft intensiv auf den Gegner vorbereitet. „Wir haben viel über das System von Schwenningen gesprochen. Es war ein verdammt hartes Stück Arbeit.“ Dabei musste Grass unter der Woche einen Rückschlag in den personellen Planungen verdauen. Corvin Rosenthal hatte nach seiner überstandenen Sprunggelenksverletzung wieder voll mittrainiert und war daher wieder als Center fest eingeplant. „Am Donnerstag sagte er mir dann, dass er sich an der Hand eine Schnittverletzung zugezogen hatte, die genäht werden musste.“ In der Abwehr konnte er dank des Entgegenkommens von Kooperationspartner Herne auf Nils Elten zurückgreifen, sodass zumindest drei komplette Verteidigungsreihen zur Verfügung standen.

Das Duell gegen Schwenningen war eines auf Augenhöhe. „Es war ein echt gutes U20-Spiel. Das sagte mir auch Schwenningens Trainer Wayne Hynes“, berichtete Grass. Dass das erste Drittel noch torlos blieb, stellte für den IEC-Coach das einzige Manko dar. „Es ging mal wieder über die Chancenverwertung. Wir hatten vier, fünf Großchancen.“ Zweimal konnten die Young Roosters einen Rückstand ausgleichen, ehe sie im Schlussdrittel erstmals in Führung gingen. Der SERC glich aber noch aus, sodass es in die Overtime ging. „Die Kleinigkeiten waren entscheidend. Die taktische Disziplin der Jungs war klasse. Sie haben ein ganzes starkes Unterzahlspiel gezeigt“, unterstrich Grass. Der Sieg nach zuletzt vier Niederlagen sorgte bei Spielern wie Trainer gleichermaßen für Erleichterung. „Wir fahren nun mit einem guten Gefühl nach Füssen. Dort ist es Pflicht, dass wir die Punkte mitnehmen. Das war meine direkte Ansage nach dem Spiel in der Kabine“, wollte Artur Grass aber auch keine allzu große Euphorie aufkommen lassen.

Die Statistik zum Spiel

Spielberichte vom Wochenende

U13 muss sich Frankfurt geschlagen geben

Am Wochenende trafen unsere U13-Spieler der Iserelohn Young Roosters in zwei Partien auf heimischem Eis auf die Löwen aus Frankfurt, konnten aber trotz engagiertem Auftritt keine Punkte am Seilersee behalten. 

„Bis zum 0:2 in der 10.Spielminute haben wir gut mitgesielt“, so Trainer Sebastian Jones. „Doch dann hat uns etwas die mentale Frische gefehlt“, denn der ältere Jahrgang des Teams stand keine 24 Stunden zuvor mit der U15b in Herne auf dem Eis. „Das soll keine Ausrede sein, aber die erste Reihe von Frankfurt hat das zu nutzen gewusst und uns im eigenen Drittel teilweise schwindelig gespielt.“ Auch wenn Janis Kask (1:4) und Kingston Danielsmeier (2:7) für ihre Farben treffen konnten, sprach das Endergebnis von 2:12 eine deutliche Sprache. Für Jones „am Ende etwas zu hoch.“

Im zweiten Aufeinandertreffen am Sonntagmorgen konnten die Young Roosters das Spiel von Beginn an viel ausgeglichener gestalten. „Wir waren von Anfang an präsenter, haben uns Torchancen erarbeitet, sind viel gelaufen und haben gut gearbeitet“, zeigte sich der U13 Coach zufrieden. Doch trotz der vielen Chancen wollte die Scheibe an diesem Tag einfach nicht den Weg ins Frankfurter Gehäuse finden. 0:5 hieß es am Ende. „Ein verdienter Sieg für Frankfurt. Trotzdem haben unsere Jungs die richtigen Schlüsse aus dem ersten Spiel gezogen“, analysierte Jones nach der Partie.

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U15b punktet in Herne

Die U15b konnte sich am Freitagabend in Herne über einen 6:2-Sieg gegen den HEV freuen. „Das Ergebnis hätte noch höher für uns ausfallen können“, fand Trainer Sebastian Jones. Denn Chancen waren mehr als genug vorhanden. In der U15b spielen neben dem 2008er Jahrgang der U15 auch der 2009er Jahrgang der U13, der auf diesem Niveau anfangen soll Wettkampferfahrung zu sammeln. Einen schnellen 0:2-Rückstand haben sich die Sauerländer nicht anmerken lassen und sich in der Folge als spielerisch klar bessere Mannschaft abgesetzt. „Wir müssen unsere Chancen einfach noch besser verwerten“, waren die einzigen kritischen Worte, die Jones nach einem guten Auftritt seiner Schützlinge an diesem Abend finden konnte.

Die Statistik zum Spiel


U17 mit starker Leistung gegen Köln

Die U17-Mannschaft der Iserlohn Young Roosters traf am Wochenende mit ersatzgeschwächtem Kader in zwei Spielen auf die Junghaie aus Köln. Trainer Sebastian Jones konnte dabei wegen krankheitsbedingten Absagen sowie der Abwesenheit von Nikita Müller und Noah Hahn, die bei der U16-Nationalmannschaft waren, auf lediglich 14 Feldspieler zurückgreifen.

Trotzdem war es am Samstag auf heimischem Eis von Beginn an ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe. „Unsere bis dato beste Saisonleistung“, lobte Jones. Auch wenn die Iserlohner 3:1-Führung, durch Tore von Dolinekno (6.Spielminute), Hasfelder (29.Spielminute) und Geiger (33.Spielminute), im Schlussabschnitt durch die Gäste aus Köln noch ausgeglichen wurde, so entschieden die Sauerländer diese spielerisch hochwertige Partie im Penaltyschießen verdient für sich. Sara Brammen hielt, während Tobin Brandt verwandelte. „Den Extrapunkt haben wir verdient“, so Sebastian Jones.

Keine 24 Stunden später stand die zweite Partie, diesmal am Rhein, auf dem Plan. Der Beginn der Partie gestaltete sich analog zum Spiel am Vortag, mit dem Unterschied, dass Köln in Führung ging und in der Folge den Druck auf die Iserlohner erhöhte. Diese aber hielten gut dagegen und nutzen einen Konter durch Arthur Zaytsev kurz vor der zweiten Pause zum 1:1-Ausgleich. „Wir haben dann kräftemäßig einfach etwas nachgelassen und Köln war um Nuancen cleverer“, analysierte Jones. Trotz einiger Chancen konnte Iserlohn die beiden Gegentreffer nicht mehr ausgleichen und unterlag somit am Ende mit 1:3. „Spielerisch und kämpferisch unsere beste Leistung“, zeigte sich der Iserlohner Trainer zufrieden. „Wir haben Punkte gegen einen starken Gegner geholt, die wir vorher so nicht auf dem Schirm hatten.“

Die Statistiken zum Spiel


U20 holt einen Punkt in Bayern

(Thomas Schaefer) Mit nur einem Punkt im Gepäck kehrten die Young Roosters von Ihrem zweiten Bayerntrip in der DNL U20 Divison 2 zurück. In der Tabelle fiel der IEC damit auf Rang fünf zurück. Trainer Artur Grass zog daher eine enttäuschende Bilanz, auch wenn die Umstände alles andere als optimal waren.

„Mir fehlen etwas die Worte“, wirkten auf der Rückfahrt am Sonntagnachmittag die beiden Niederlagen gegen den SB Rosenheim und den EC Bad Tölz noch nach. Insbesondere das Spiel beim SBR am Samstag ärgerte ihn. „Das herumgeholze von Rosenheim hat uns aus dem Konzept gebracht. Wir wussten, dass sie undiszipliniert spielen“, ärgerte sich Grass über das rustikale Auftreten der Mannschaft von Ex-Bundesliga- und DEL-Spieler Rick Boehm. Auf die Palme brachten ihn letztlich die Schiedsrichterleistungen. „So etwas habe ich weder als Spieler noch als Trainer erlebt. Beim Bully wurde ohne Ansage der Puck eingeworfen, Checks gegen den Kopf und Nacken blieben ungeahndet. Nach einem Torjubel gab es einen Stockstich und Ellenbogencheck.“ Was zur Folge hatte, dass Kapitän David Kirchhoff mit einer Schulterverletzung ins Krankenhaus musste und vorerst ausfällt. Das brachte bei Grass das Faß zum überlaufen. Der ansonsten ruhige und sachliche Coach machte seinen Unmut gegenüber den Schiedsrichtern laut und deutlich klar. Leider konnten die Young Roosters ihre spielerische Überlegenheit nicht ausnutzen. Nach einem guten Start und einer 2:0-Führung brachten die Ereignisse im Mittelabschnitt die Sauerländer aus dem Rhythmus. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie sich nicht provozieren lassen sollen“, so Grass. Im Schlussabschnitt gab es dann nochmal bei einer Fünf gegen drei-Powerplay die Chance für einen Drei-Punkte-Sieg. „Das Penaltyschießen ist ein Duell der Einzelspieler, dass Rosenheim für sich entschieden hat“, ärgerte es Grass umso mehr, dass am Ende nur ein Zähler heraussprang.

Nach einem langen Eishockeyabend machte sich dann um halb zwölf nachts der IEC-Tross auf dem Weg nach Bad Tölz und checkte um ein Uhr im Hotel ein. Zehn Stunden blieben also noch für etwas Schlaf und eine kurze Videovorbereitung. Neben den drei Dauerausfällen Rosenthal, Konze und Becker fehlte auch Kirchhoff, dazu verletzte sich auch noch Kronhardt im Spiel gegen den ECT. „Trotzdem haben wir den Gegner gut im Griff gehabt. Wir haben eben die Tore nicht gemacht. Wir machen aus sechs Chancen kein Tor, Tölz aus einer Chance ein Tor.“, lässt Artur Grass keine Ausreden gelten. „Trotz des Spielplans muss man sich belohnen. Der Punkt am Wochenende ist nicht das was wir uns vorgenommen haben“, so das nüchterne Fazit des Trainers. Am kommenden Wochenende steht mit dem Heimspiel gegen Schwenningen (Samstag, 19:30 Uhr Eissporthalle) nur eine Partie auf dem Programm. Artur Grass hofft, dass von den Verletzten einige zurückkommen und man gegen den Tabellendritten Punkte einfahren kann.

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Spielberichte vom letzten Wochenende

U13 SG mit Niederlage auf heimischem Eis

(bs) Dortmund. Ein verschlafenes 1.Drittel am Feiertag beschert der Spielgemeinschaft Dortmund Iserlohn eine deutliche 4:10-Niederlage.

Nach der unglücklichen Niederlage in Ratingen am Wochenende zuvor, wollte es die U13 mit aufgestocktem Personal gegen die U13B der Kölner Junghaie besser machen. Jedoch erzielten die Kölner eine schnelle Führung, die man postwendend zwar zum 1:1 ausgleichen konnte, in der zweiten Hälfte des ersten Drittels aber komplett den Faden verlor und schon nach den ersten 20 Minuten mit 1:6 zurück lag. 

Trainer Joans Eberl, der Alena Hahn vertrat, baute seine Schützlinge in der Kabine wieder auf. Das Team kam verwandelt aus der Kabine und auch zwei weitere Gegentore zum zwischenzeitlichen 1:8 brachten das Team nicht aus dem Konzept. Wie aber bereits gegen Ratingen, wollte die Hartgummischeibe einfach nicht ins Tor. Pfosten, Torwart oder einfach knapp vorbei, war die Ausbeute aus den zahlreichen Angriffen. Die Bemühungen wurden letztlich aber dennoch belohnt und man konnte auf 2:8 verkürzen. Nach erneutem Gegentreffer setzte die Spielgemeinschaft im zweiten Drittel den Schlusspunkt zum 3:9.

Im Schlussabschnitt dauerte es bis zur 54. Minuten als der Puck den erneuten Weg ins Kölner Gehäuse fand.  Der Tatsache bewusst, dass heute ein Sieg nicht mehr greifbar war, wollte man sich aber dennoch nicht aufgeben. Den Schlusspunkt zum 4:10 Endstand  markierte Köln kurz vor Ende der Partie per Alleingang.

Aufstellung SG DO/IS: 

Tor: Peter, Ludemann

Verteidigung: Scholz, Zeb, Späing, Schaefer, Schwab, Urmersbach

Sturm: Baltes, Lang, Schaefer, Paul, Demtschenko, Weidner, Ridane, Neumann, Kemper, Mühlbeier, Graß, Baumann, Hamel

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U15 müssen sich starken Jungadlern geschlagen geben 

Iserlohn. Die U15-Mannschaft der Iserlohn Young Roosters musste sich am vergangenen Freitag den Jungadler Mannheim, der wohl stärksten Mannschaft der Liga, mit 2:9 geschlagen geben. 

„Es war über 40 Minuten ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe“, so Trainer Sebastian Jones nach der Partie, „doch 40 Minuten reichen gegen eine Top-Mannschaft wie Mannheim nicht aus.“

Schon nach dem ersten Drittel stand es 0:2 aus Sicht der Young Roosters, was laut Jones „viel zu hoch und keinesfalls dem Spielverlauf entsprechend“ war, denn die Gastgeber boten den favorisierten Mannheimern Parole. Und auch im Mittelabschnitt blieben die Jungs bissig, erarbeiteten sich gute Chancen und waren dran, den Anschlusstreffer zu erzielen, doch es sollte nicht sein. Und so gingen die Jungadler mit einer drei Tore Führung in das letzte Drittel. „Eigentlich war zu dem Zeitpunkt noch alles offen, doch nach ein paar schnellen Gegentoren sind wir dann eingebrochen“, sagt Jones. Und in der Folge war das standhafte Spiel der Sauerländer wie weggewischt, es kamen keine vernünftigen Aufbaupässe mehr zu Stande, Scheiben wurden aufgegeben und so konnten die Topjungs aus Mannheim das Ergebnis letztlich in die Höhe schrauben.

„Wir müssen lernen, mit Rückschlägen umzugehen, den Kopf im Spiel zu behalten. Wir haben ein tolles, ein wirklich tolles Spiel nach 40 Minuten aus der Hand gegeben“, resümiert Jones nach der Partie. 

Am kommenden Wochenende geht es für die Mannschaft um Sebastian Jones dann nach Düsseldorf, wo man seinen Weg aus der Ergebniskrise finden will. 

Statistik


U17 mit zwei Partien gegen Düsseldorfer EG

Iserlohn. Die U17-Mannschaft der Iserlohn Young Roosters empfing am vergangenen Wochenende in zwei Spielen auf heimischem Eis die Düsseldorfer EG. Beide Spiele konnten dabei die Gäste für sich entscheiden. Und obwohl sich die Ergebnisse (1:5 und 1:6) sehr deutlich lesen lassen, so waren sich beide Trainer nach den Spielen einig: „So deutlich war der Unterschied der Mannschaften nicht, es waren zu viele individuelle Fehler, die das Ergebnis zustande kommen ließen.“

Die Mannschaft um Trainer Sebastian Jones hatte am Samstag den denkbar schlechtesten Start in die Partie: Direkt im ersten Wechsel nutze die DEG einen Fehlpass zum ersten Treffer der Partie. Wie geschockt von dem Gegentreffer fanden die Iserlohner auch in der Folge nicht ins Spiel. „Das war kein gutes Drittel von uns, wir haben nur zugeschaut“, so Jones. Und so dauerte es nicht lange, bis ein Düsseldorfer frei im Slot zum 2:0 einnetzen konnte. „Wir haben uns in der Drittelpause viel für die verbleibenden 40 Minuten vorgenommen“, doch es sollte nicht sein. Wie eine Kopie des ersten Abschnitts, war es wieder der erste Wechsel und ein Fehlpass in den eigenen Reihen, der die Sauerländer auf drei Tore zurückfallen lies. Ab der 30.Spieminute gelang es den Gastgebern dann, besser ins Spiel zu finden, sich selber Tormöglichkeiten zu erarbeiten und auf den Anschlusstreffer hinzuarbeiten. Doch immer wieder waren es Kleinigkeiten, die die Gäste zum Ausbau ihrer Führung einluden. „Die Gegentore waren nicht von Düsseldorf herausgespielt, wir haben sie dazu eingeladen, es waren unserer eigenen Fehler“, analysierte Jones nach der Partie. Zumindest der Ehrentreffer gelang Max Honselmann noch, doch auch der konnte am 1:5 Endstand nichts mehr ändern. 

Statistik

Vor dem Spiel am Sonntag hat sich die Mannschaft um Sebastian Jones die Gegentore vom Vortag nochmal angesehen, sodass auch die Spieler verinnerlichen konnten, dass es an ihrem eigenen Spiel lag, dass die DEG punkten konnte und nicht an der vermeintlichen Übermacht der Gegner. 

Und es schien zu fruchten. Die U17 Jungs gaben Gas, sie waren von Anfang an gut in der Partie, haben gut gearbeitet, sodass das erste Drittel mit Chancen auf beiden Seiten ausgeglichen gestaltet werden konnte. Der erste Gegentreffer zu Beginn des Mittelabschnitts brachte dann aber die Wende. „Bis zum Gegentor waren wir absolut gleichwertig“, sagt Jones. „Nach dem Treffer sind wir dann aber ins Schwimmen gekommen und haben nachgelassen.“ Trotz guter Torchancen wollte der Puck einfach nicht den Weg ins gegnerische Gehäuse finden. „Uns hat das Erfolgserlebnis gefehlt.“ Den Ehrentreffer für seine Farben und damit auch den 1:6-Schlusspunkt erzielte wie auch schon am Vortag Max Honselmann im Überzahlspiel, gut zwei Minuten vor Ende der Partie. 

„Es waren die Kleinigkeiten, die individuellen Fehler, die uns an diesem Wochenende die Punkte gekostet haben. Wir müssen lernen, über 60 Minuten hinweg konstant zu spielen und immer bei 100% zu sein. Das Niveau in der Liga ist für solche Fehler zu hoch. Erfolgserlebnisse müssen wir uns über harte Arbeit erarbeiten“, analysiert Jones nach Ende des Spiels. 

Statstik 


Artur Grass mit der U20 nicht zufrieden

Zwei knappe Niederlagen beim EC Bad Tölz

(Schaefer) Bad Tölz/Iserlohn. Nach vier Siegen in Folge mussten sich die Young Roosters in der DNL U20 Division 2 dem EC Bad Tölz knapp geschlagen geben. Im Samstagspiel konnte Trainer Artur Grass gerade einmal auf drei Reihen zurückgreifen, da Marlon Polter und Aaron Krebietke gesperrt waren.

Die Leistungsträger wirkten am Sonntag zwar wieder mit, aber im ersten Spiel verletzte sich Carl Konze. Und dass die Mannschaft wegen Staus bei der Anreise erst eine Stunde vor Anpfiff an der Tölzer Eissporthalle ankam, war auch nicht gerade förderlich. „Wir hatten nur 20 Minuten zum Umziehen, das Warm-up fand auf dem Eis statt“, berichtete Grass. Sowohl das Samstag- als auch das Sonntagspiel stufte der Coach als „nicht gut“ ein.

Der Trainer sieht einen Mangel an Effizienz. Der Start in Spiel eins geriet den Umständen entsprechend noch recht ordentlich, bis zur 31. Minute hielten die Sauerländer die Partie offen. „Tölz agierte passiv und lauerte auf Konter, uns fehlten Leidenschaft und Emotionen“, so Grass. Das 0:1 entsprang einem Defensivfehler, beim 0:2 in Unterzahl hatte Goalie Wieber das Tor verschoben, da aber Gissibl schon geschossen hatte, zählte der Treffer nach Beratung der Schiedsrichter. Auf der anderen Seite machte die Tölzer Torhüterin Sofie Disl den Young Roosters das Leben schwer. Und es fehlte bei einem Lattentreffer auch das Schussglück.

Ohne Konze, dafür aber mit Polter und Krebietke ging es in die zweite Partie, in die die Young Roosters deutlich besser hineinfanden als zuvor. Weil die durchaus vorhandenen Torchancen aber nicht genutzt wurden, geriet man auch hier in Rückstand. „Es lag wieder an der Effizienz, die müssen wir konstant bringen“, forderte Artur Grass. Ebenso haderte er mit der Strafzeitenverteilung. Die Schiedsrichter ließen aus seiner Sicht besonders die Stockfouls der Tölzer ungeahndet. Mit dem späten 1:3 (58.) ging dann auch Spiel zwei verloren, die Herausnahme von Budas brachte nichts mehr ein.

Am Wochenende geht es erneut nach Bayern, in Rosenheim und wieder in Bad Tölz steht der IEC unter Zugzwang. „Wir wollen besser vorbereitet sein. Wir können uns kein Null-Punkte-Wochenende erlauben, da wir sonst den Anschluss zu den oberen Rängen in der Tabelle verlieren“, blickt Grass voraus.

Statistik

U20 scheitert an ihrer Abschlussschwäche

Nach 6:3 vom Samstag kassiert DNL-II-Team der Young Roosters gegen Chemnitz die erste Saisonniederlage

Thomas Schaefer

Iserlohn Ein durchwachsenes Wochenende gegen Neuling Chemnitz erlebte die U20 der Young Roosters in der DNL-Division II. Dem 6:3 am Samstagabend folgte am Sonntagmittag ein vermeidbares 3:5 in der Eissporthalle am Seilersee.

„Wir hatten mehr Spielanteile, haben aber zu viele individuelle Fehler gemacht und unsere Chancen nicht genutzt. Es fehlte im Abschluss an Qualität und Bissigkeit“, wirkte Trainer Artur Grass angefressen. Dazu kam auch ein zu passives Abwehrverhalten. Das 0:1 fiel nach einem Alleingang, beim zweiten Gegentor machte Torhüterdebütant Finn Becker eine unglückliche Figur. Nach der ersten Pause nutzte der Iserlohner EC endlich ein Powerplay, doch postwendend kassierte er erneut durch einen Alleingang das 1:3.

Doppelschlag der Gäste im zweiten Drittel wirkt nach

Zwar gelang noch der Anschlusstreffer, doch ein Doppelschlag der Gäste innerhalb von 30 Sekunden (33.) verfehlte seine Wirkung nicht. Im Gegensatz zu den Iserlohnern nutzte Chemnitz sein Powerplay. Auch wenn am Samstag beim 6:3 vieles besser lief, war auch hier die Abschlussschwäche unübersehbar. Grass: „Wenn du aus 46 Schüssen nur sechs Tore machst, ist das zu wenig. Wenn die zwei Lattentreffer reingegangen wären, und wir am Ende, statt zu zaubern einfach den Puck ins leere Tore geschoben hätten, wäre der Sieg klarer ausgefallen.“ Ein solcher hätte wohl bei den Sachsen Spuren hinterlassen.

Bei der Heimspielpremiere der Young Roosters weilten zu beiden Spielen jeweils 150 Zuschauer auf der Stehplatztribüne. An die durchgängige Maskenpflicht hielten sich fast alle Zuschauer. „Die Jungs erhalten durch das Publikum eine Wertschätzung ihrer harten Trainingsarbeit“, freute sich der Coach über das Interesse am Nachwuchs. Über den abermals verschobenen Saisonstart der DEL macht er sich auch Gedanken, fokussiert sich aber auf die Arbeit mit dem U20-Team. „Es ist schade für das deutsche Eishockey. Wir schaffen es als einzige eishockeyaffine Nation nicht, einen Spielbetrieb auf die Beine zu stellen. Ich bin froh, dass wir im Nachwuchs spielen. Es geht um die Ausbildung der Spieler, darauf liegt mein Fokus.“ Grass setzt dabei auf die verstärkte Unterstützung der Roosters GmbH. „Ich glaube, dass sie uns in jedweder Richtung helfen, in welcher Form auch immer, so dass die Trainingsbedingungen erfüllbar sind.“ Einzelne Trainingseinheiten sollen bereits von den einheimischen Profis assistiert werden. Für die Gastspiele am kommenden Wochenende beim EV Füssen plant Artur Grass zwei Siege ein.

IEC – ESV Chemnitz 3:5 (0:2, 2:3, 1:0). IEC-Tore: 1:2 (20:49) Elten (Melchior, Ostertag/5-4), 2:3 (25:15) Wetzel (Elten, Hammer), 3:5 (58:12) Polter (Elten/4-5). – SM: IEC 12 + 10 (Poberitz) – ESV 14

IEC – ESV Chemnitz 6:3 (0:1, 4:0, 2:2). IEC-Tore: 1:1 (21:33) Polter (Kirchhoff, Asmus), 2:1 (22:08) Asmus (Polter, Esche), 3:1 (35:09) Polter, 4:1 (39:16) Polter (Esche, Kirchhoff), 5:2 (45:35) Asmus (Pokhodenko), 6:3 (47:51) Ostertag (Polter, Asmus/5-4). – SM: 8 – 10+10.

Iserlohner EC: Wieber (Sa.), Becker (So.) – Kirchhoff, Esche; Hammer, Elten; Pokhodenko, Poberitz; Fischer – Polter, Rosenthal, Asmus; Ostertag, Melchior, Julien; Walther, Lutz, Birkheim; Wetzel, Fortunato, Malcher.

Kurzinterview mit Alexander Blank

Hallo Alex, du bist am Ende der DEL-Saison 9 Mal im Kader der Iserlohner Roosters eingesetzt worden. Mit diesem Interview möchte ich für die Leser von dir erfahren wie das für dich war.


1) Wie und wann kam der erste Kontakt zum Trainerstab der Roosters zu Stande?

Alex: Hallo Martin, der erste Kontakt kam so zu Stande, dass ich ja schon vor dem ersten Einsatz öfters mittrainieren durfte.

2) Ab wann hast du das erste Mal zusammen mit der Profimannschaft der Roosters trainiert?


Alex: Das erste Mal durfte ich Anfang Januar mit der ersten Mannschaft trainieren. Wenn die Mannschaft einen Stürmer brauchte, durfte ich auch aufs Eis. Durch die Abgabe vom Stürmer Alexadre Grenier an die Schweiz hatten die Roosters dann nur noch 11 Stürmer und wollten mir somit die Chance geben, ganz oben mal mitzuspielen. Das Ganze ging so schnell, dass ich das erstmal gar nicht fassen konnte.

3) Wie hat dich die Mannschaft aufgenommen, bzw. kanntest du schon vorher den einen oder anderen Spieler?


Alex: Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen, ich habe mich vom ersten Tag an wohl gefühlt. Die Spieler haben mir anfangs auch sehr geholfen, sei es auf dem Eis oder auch daneben. Dadurch, dass der IEC dieses Jahr auch so viele junge Spieler hat, wurde mir das Einleben in die Mannschaft auch leicht gemacht.

4) War es für dich das erste Mal, vor so vielen Zuschauern zu spielen und was hast du gedacht/gefühlt vor dem ersten Bully?

Alex: Vorm ersten Spiel war ich sehr nervös, da ich noch nie vor so vielen Menschen gespielt habe. Es war einfach ein unglaubliches Gefühl vor der heimischen Kulisse das erste Spiel zu machen. Am meisten nervös war ich, als mein Name aufgerufen wurde und ich durch den Hahn gelaufen bin, da wurde mir erst bewusst, dass ich gleich mein erstes DEL Spiel mache und somit auch ein Traum in Erfüllung geht. Auch in der Starting 6 zu stehen war ein unglaubliches Gefühl. Jedoch ging meine Nervosität nach dem ersten Wechsel schon weg.

5) Beschreibe bitte die wesentlichen Unterschiede zwischen Training und Spiel in der DEL und der DNL2.


Alex: In der DEL ist das Tempo einfach anders, man muss Entscheidungen schneller treffen, immer bereit sein, einen Check zu bekommen. Außerdem muss man auch schneller die Scheibe spielen und kann sie nicht allzulang halten. Das Training ist härter bei der ersten Mannschaft, da das Tempo einfach anders ist und man so immer sein Bestes im Training geben muss und an sein Limit kommt.

6) Wie geht es für dich persönlich jetzt ab der kommenden Saison weiter?


Alex: Ich muss mich jetzt erst einmal fit für die kommende Saison halten. Wie es weiter geht kann ich selber noch nicht sagen, werden wir dann im Sommer sehen.


Vielen Dank Alex für deine Antworten, ich wüsche dir viel Erfolg in deiner weiteren sportlichen Laufbahn.

Die U 20 Mannschaft der Young Roosters schließt die Saison als Sechster ab.

Die Reise in den Süden war für U20 Mannschaft aus Iserlohn noch einmal eine Bewährungsprobe. Am frühen Samstagmorgen ging es los. Nach neun Stunden Busfahrt stand um 17 Uhr die Partie im Isarwinkel an, im Anschluss ging es direkt auf den Heimweg. Alexander Blank, der mit drei Treffern großen Anteil am Sieg hatte, kehrte zurück zum DEL-Team, bei dem er am Sonntag in Straubing auf dem Eis stand. „Zum Glück haben wir gewonnen, daher war die Laune gut auf der langen Rückfahrt“, freute sich Trainer Boris Blank darüber, dass sein Team in einem bedeutungslosen Spiel viel Einsatz zeigte. „Alle haben mitgezogen. Wir haben zwar nicht gut angefangen, aber zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht.“

Nach der 5:1-Führung zum Ende des Mittelabschnitts geriet der sicher geglaubte Sieg ins Wanken. 20 Sekunden vor der zweiten Pause trafen die Hausherren zum 2:5, im Schlussabschnitt verkürzten sie innerhalb von zwölf Sekunden auf 4:5. Blank: „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie Ruhe bewahren sollen. Sie haben das gut gemacht und in Überzahl getroffen.“ Dass zum Saisonende acht Siege aus elf Partien gelangen, zeigt die gute Entwicklung des Teams. „Wir hatten bis zum Ende Kraft, das gute Sommertraining zahlt sich aus“, so Blank. EC Bad Tölz – Young Roosters 4:6 (1:2, 1:3, 2:1).

YR: Brunnert – Kirchhoff, Esche; Walther, Malcher; Palmeira-Kerkhoff, Birkheim – Stroh, Felicetti, Asmus; Melchior, Rosenthal, Polter; Ostertag, Dirlt, Fortunato; Blank.

YR-Tore: 1:1 (8:50) Palmeira-Kerkhoff (Felicetti), 1:2 (17:42) Blank (Malcher, Polter/5-4), 1:3 (20:37) Blank (Esche/5-4), 1:4 (26:09) Melchior (Polter), 1:5 (36:13) Blank (5-4), 4:6 (57:59) Felicetti (Kirchhoff/5-4).

Knappe Niederlage gegen Ingolstadt

Nach zuletzt fünf Siegen in Folge unterlagen die Young Roosters in ihrem letzten Heimspiel der U20-DNL Division II knapp dem Tabellenzweiten aus Ingolstadt. Bis Mitte des Schlussabschnitts hielt das Team von Trainer Boris Blank gut mit, ehe die Gäste einen Fehler zum Sieg nutzten.

Young Roosters – ERC Ingolstadt 2:3 (1:1, 1:1, 0:1). Trotzdem zeigte sich Blank nach der Partie zufrieden mit dem Auftritt seiner Schützlinge. „Sie haben gut gearbeitet und alles gegeben. Die Unterschiede lagen heute im technischen Bereich. Läuferisch und kämpferisch konnten wir gut mithalten.“ Noch im Januar hatten die Sauerländer mit 0:4 und 1:4 sehr viel deutlicher gegen den ERC Ingolstadt verloren. „Das zeigt auch, dass die Jungs sich weiterentwickelt haben. Das ist auch wichtig für die kommende Saison.“ Der Coach hatte sein Team akribisch auf den Favoriten vorbereitet. „Wir wussten dass sie es mit langen Pässen versuchen werden. Es gab zwar einige Breakaways, aber insgesamt hat die Mannschaft es gut gemacht.“

Lob gab es auch von Ingolstadts Trainer Petr Bares. Den Schlussspurt der Hauptrunde nutzt Blank auch, um schon einige Spieler aus dem U17-Team für die kommende Saison zu testen. Mit Torhüter Finn Becker, den Verteidigern Cedric Hammer und Nils Elten, der schon seit einigen Wochen dabei ist, sowie Stürmer Alexander Minakov standen vier Perspektivspieler im Lineup. Am Samstag geht’s zum Saisonabschluss nach Bad Tölz.

Young Roosters: van Noten – Walther, Elten; Kirchhoff, Esche; Hammer, Malcher – Stroh, Felicetti, Asmus; Ostertag, Rosenthal; Polter; Minakov, Manke, Fortunato; Melchior, Dirlt.

YR-Tore: 1:0 (9.50) Elten (Manke), 2:2 (39:32) Felicetti (Esche, Stroh) – Strafminuten: 4 – 2

Unter folgendem Link können Sie sich das Spiel gegen Ingolstadt anschauen:

Fünf Siege in Folge für die U20

Zwei Siege der Young Roosters am Wochenende in der U20-DNL, Division II beim EV Füssen. Damit gewann das Team von Boris Blank die letzten fünf Spiele in Folge. Mit den Ergebnissen gegen den Tabellenvorletzten zeigte sich ihr Trainer zufrieden, mit deren Entstehung allerdings weniger. „Für Füssen ging es um nichts mehr. Ich habe versucht, die Jungs zu motivieren und ihnen gesagt, dass wir den Gegner nicht unterschätzen dürfen.“

Mit einem Minikader von nur 14 Feldspielern und zwei Torhütern reisten die Sauerländer ins Allgäu. Aber auch dem EVF standen nicht mehr Akteure zur Verfügung. Da am Sonntag auch noch zwei Spieler beim Oberliga-Team aufliefen, standen gerade noch zwölf Feldspieler auf dem Spielberichtsbogen.

Angesichts der fragwürdigen Umstände war Boris Blank mit dem Auftritt seines Teams zumindest am Samstag „halbwegs zufrieden“. Auch wenn es nicht schön anzusehen war, ging das Ergebnis aus seiner Sicht in Ordnung. Nach einer kurzen Nacht war dann die Erwartungshaltung an die zweite Partie nicht sonderlich hoch. Nach dem Frühstück um 8 Uhr wurde die Partie um 10.30 Uhr angepfiffen. „Läuferisch und spielerisch muss man gegen solch eine Mannschaft gewinnen. Das wollte ich schon für mich selbst“, appellierte Boris Blank an die Ehre der Spieler.

Das Team vom Seilersee lag bei 4:13-Torschüssen mit 0:1 nach dem ersten Drittel und 2:3 nach 40 Minuten zurück. Einzig U17-Torwart Jowin Ansems machte eine gute Figur bei seinem DNL-Debüt. „Zum letzten Drittel habe ich die Reihen umgestellt. Felicetti hat als Kapitän gut gearbeitet und mit einem guten Loop den Ausgleich erzielt“, blickte Boris Blank am Ende angesichts des Sechs-Punkte-Wochenendes dann etwas versöhnlicher zurück.

Dennoch wurmte es ihn, dass sich sein Team nach den zuletzt starken Leistungen dem Niveau des Gegners angepasst hatte. Am kommenden Sonntag absolvieren die Young Roosters gegen Ingolstadt ihr letztes Heimspiel. „Wir wollen sie ärgern, doch dazu müssen wir die Leistung von letzter Woche wiederholen“, fordert Blank. Auf seinen Sohn Alexander wird er bis zum Saisonende verzichten, da er beim DEL-Team bleibt.

EV Füssen – Young Roosters 1:5 (1:2, 0:2, 0:1). YR-Tore: 0:1 (5:14) Birkheim (Ostertag, Esche), 0:2 (6:46) Rosenthal (Stroh, Palmeira-Kerkhoff), 1:3 (31:33) Stroh (Rosenthal, Asmus), 1:4 (37:08) Polter (Walther, Felicetti), 1:5 (53:22) Felicetti (Esche, Kirchhoff). – Strafminuten: 8 – 8.

EV Füssen – Young Roosters 3:6 (1:0, 2:2, 0:4). YR-Tore: 1:1 (25:16) Polter (Felicetti), 1:2 (32:19) Ostertag (Polter, Felicetti/5-4), 3:3 (40:32) Felicetti (Stroh, Palmeira-Kerkhoff), 3:4 (54:59) Felicetti (Esche/5-4), 3:5 (58:27) Walther (EN), 3:6 (59:57) Stroh (3-5/EN). – Strafminuten: 8 – 10.

Young Roosters: van Noten (Sa.), Ansems (So.) – Palmeira-Kerkhoff, Walther; Kirchhoff, Esche; Malcher – Stroh, Asmus, Rosenthal; Ostertag, Felicetti, Polter; Fortunato, Dirlt, Birkheim

Young Roosters Favoritenschreck in der U 20-DNL-Division II

Nach dem Sieg gegen Spitzenreiter Kaufbeuren gewann das Team von Boris Blank gegen Rosenheim und Dresden jeweils mit 2:1. Und weil es im Kampf um die Aufstiegs-Play-offs eng zugeht, sind die Sauerländer das Zünglein an der Waage.

„Wir wollen die Großen ärgern. Ich habe den Jungs vor den Spielen gesagt, dass sie befreit aufspielen können“, so Blank. Nun haben die Iserlohner fünf der letzten sieben Heimspiele gewonnen, die Vorbereitung ohne weite Fahrten gen Süden kommt dem Team entgegen.

Zum Ende der Hauptrunde zeigt sich die Entwicklung der Mannschaft, was Blank zufrieden macht. Dazu gehört auch der jüngste Sprung seines Sohnes Alexander in das DEL-Team und die Fangqualitäten von Torhüter Lennard Brunnert. „Er hat in beiden Spielen stark gehalten“, ergänzt Blank. Was auch ein Verdienst von Torwarttrainer Riku Tuomi ist. So wird Brunnert selbst wohl der Einzige gewesen sein, der sich nach dem Sieg gegen Dresden ärgerte – über seinen um 97 Sekunden verpassten Shut-out.

Fünf Minuten zuvor kassierte der Goalie eine kuriose Strafzeit. Um sein Team auf das Ende des Powerplays aufmerksam zu machen, schlug er mit dem Schläger aufs Eis, der das nicht aushielt und zerbrach. Brunnert hielt den abgebrochenen Schaft einen Moment zu lange in der Hand und warf ihn zudem noch auf das Eis, was Schiedsrichterin Haack als unsportliches Verhalten wertete. Die Strafe sorgte für Schmunzeln.

Derweilen lobte Boris Blank den Auftritt am Samstag gegen Rosenheim. „Über sechzig Minuten haben wir ein super Tempo gespielt und waren das bessere Team. Puckkontrolle und offensive Rotation haben sehr gut funktioniert.“ Das körperbetonte Spiel verschaffte den Young Roosters Räume, die sie nutzten. Räume, die ihnen Dresden am Sonntag nicht gewährte. „Sie störten früh und waren eigentlich das bessere Team. Aber wir haben läuferisch gut mitgehalten und in den richtigen Momenten die Tore gemacht.“ Dass sich Schüsse auch in weniger aussichtsreichen Momenten lohnen, bewies das spielentscheidende 2:0 durch Dennis Ostertag. Bedrängt von einem Gegenspieler hielt er einfach drauf und hatte Glück, dass Dresdens überraschter Torwart die Scheibe passieren ließ.

Das Sechs-Punkte-Wochenende ließ sich im Vorfeld nicht erahnen, denn krankheitsbedingt war die Trainingsbeteiligung niedrig. „Aber in den Spielen waren die Jungs zurück, sie wollten für das Team da sein“, freute sich Blank. Am Wochenende geht es zum EV Füssen.

YR – SB Rosenheim 2:1 (0:0, 2:1, 0:0). YR-Tore: 1:1 (22:16) Asmus (Palmeira-Kerkhoff, Walther), 2:1 (39:51) Asmus (Palmeira-Kerkhoff/5-4). – SM: 10 – 10.

YR – ESC Dresden 2:1 (0:0, 1:0, 1:1). YR-Tore: 1:0 (25:08) Felicetti (Poberitz), 2:0 (44:47) Ostertag (Felicetti, Poberitz). – SM: 6 – 2

YR: Brunnert – Malcher, Walther; Kirchhoff, Esche; Poberitz, Palmeira-Kerkhoff (Sa.) – Melchior, Asmus, Stroh; Polter, Blank (Sa.), Felicetti; Ostertag, Manke, Fortunato; Birkheim, Dirlt.

Unter folgendem Link können Sie sich das Spiel gegen Rosenheim anschauen: